Chronisches Fatique Syndrom (CFS) - Fallbeispiel
Eine 38-jährige Patientin, Mutter von zwei Kindern, stellte sich mit seit mehreren Jahren bestehenden Beschwerden in der Praxis vor. Seit einer COVID-Infektion vor etwa drei Jahren klagt sie über ausgeprägte chronische Müdigkeit, schnelle muskuläre Erschöpfung sowie persistierende Verspannungen. Zusätzlich berichtet sie über ein verschobenes Schlafprofil mit Einschlafproblemen und nicht erholsamem Schlaf. Bereits vor der Infektion bestand eine erhöhte Stressbelastung mit Hinweisen auf eine dysregulierte Stressachse.
Diagnostische Hinweise
Im Rahmen der integrativen Diagnostik zeigten sich u. a.:
erniedrigter Morgen-Cortisolwert (Hinweis auf HPA-Achsen-Dysregulation)
Vitamin-D-Mangel
suboptimale B-Vitamin-Spiegel (insbesondere B12, B6, Folat)
Hinweise auf eine niedriggradige entzündliche Aktivität
Auffälligkeiten im Mikrobiom (Darmdysbiose, erhöhte Permeabilität)
serologische Hinweise auf eine mögliche Reaktivierung von Epstein-Barr-Virus (EBV)
Diese Befunde sprechen für ein komplexes Zusammenspiel aus mitochondrialer Dysfunktion, immunologischer Aktivierung und neurovegetativer Dysregulation.
Therapeutischer Ansatz
Die Behandlung erfolgte integrativ und individuell abgestimmt unter Einbeziehung von:
gezielte Substitution von Mikronährstoffen (Vitamin D, B-Komplex, Magnesium, Aminosäuren)
Unterstützung der mitochondrialen Funktion
Regulation der Darmfunktion
Reduktion entzündlicher Prozesse
Aufbau der Schleimhautbarriere
Integration von Immun-, Nerven- und Stoffwechselprozessen
Regulation chronischer Stress- und Entzündungsmuster
Stabilisierung der Stressachse
Verbesserung der Schlafqualität
Regulation des autonomen Nervensystems
Verlauf
Im Verlauf zeigte sich eine schrittweise Verbesserung der Energie, eine bessere Belastbarkeit sowie eine Stabilisierung des Schlafs und der muskulären Spannungssituation. Die Patientin war nach 4 Monaten wieder komplett symptomfrei.
Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung selbst. Nicht für jeden Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d.h. evidenzbasierten Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen.
