Allergie und Neurodermitis


Allergie und Neurodermitis - Fallbeispiel

 

Ein 26-jähriger Patient stellte sich mit seit Jahren bestehenden allergischen Beschwerden in meiner Praxis vor. Neben saisonalen Allergien (Heuschnupfen) bestand eine ausgeprägte Hautsymptomatik im Sinne einer Neurodermitis. Typisch zeigte sich ein atopisches Gesamtbild mit trockener, gereizter Haut, Juckreiz sowie phasenweisen Verschlechterungen insbesondere in Belastungsphasen. Zusätzlich berichtete der Patient über Verdauungsbeschwerden, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und eine erhöhte Infektanfälligkeit.

 

Diagnostische Hinweise (Beispiel)

 

Im Rahmen der integrativen Diagnostik zeigten sich u. a.:

  • verminderte Diversität des Mikrobioms

  • Hinweise auf eine gestörte Darmbarriere („Leaky Gut“)

  • niedriggradige entzündliche Aktivität

  • mögliche immunologische Reaktionen im Sinne molekularer Mimikry

  • Vitamin-D-Mangel

  • suboptimale Zinkversorgung

  • Hinweise auf eine gestörte Hautbarriere

 

Diese Konstellation weist auf eine Dysregulation der Darm-Haut-Immunsystem-Achse hin, wie sie häufig bei atopischen Erkrankungen zu finden ist.

 

Therapeutischer Ansatz

 

Die Behandlung erfolgte integrativ mit Fokus auf Darmregulation, Ernährung und Immunbalance.

 

Darmgesundheit & Mikrobiom

  • gezielte Darmsanierung

  • Regulation der Darmbarriere

  • Aufbau einer gesunden mikrobiellen Diversität

  • 80 % der immunologischen Reaktion findet im Darm statt

Ernährung

  • initiale Auslassdiät zur Reduktion immunologischer Reize

  • Identifikation unverträglicher Lebensmittel

  • schrittweises Wiedereinführen von Nahrungsmitteln

  • deutliche Reduktion von Milchprodukten (insbesondere Casein)

Orthomolekulare Medizin

  • Ausgleich von Vitamin D3 und Zink zur Unterstützung der Immunregulation

  • Stabilisierung entzündlicher Prozesse

  • Gezielt Aminosäuren zum Stabilisieren der Darm und Hautbarrieren

Immunologische Regulation

  • Berücksichtigung von Kreuzreaktionen (molekulare Mimikry)

  • gezielte Entlastung des Immunsystems

  • Pilzextrakte
  • Immunmodulierende Substanzen 

Akupunktur (TCM)

  • insbesondere in akuten allergischen Phasen

  • effektive Unterstützung zur Symptomlinderung und Regulation

Barrierefunktion

  • Unterstützung der Darm- und Hautbarriere

  • Reduktion entzündlicher Prozesse

  • Stabilisierung der Hautregeneration

Verlauf

 

Im Verlauf zeigte sich eine deutliche Reduktion der allergischen Symptome sowie eine komplette Stabilisierung des Hautbildes. Juckreiz und Entzündungsreaktionen nahmen während der Auslassdiät bereits deutlich ab und die Verträglichkeit verschiedener Lebensmittel konnte dann schrittweise verbessert werden. Der Patient hat selten saisonal noch leichte Allergiesymptome und kann diese durch Akupunktur und Tees im Akutfall schnell regulieren. Als positiver Nebeninfekt hat sich das nächtliche Schnarchen reguliert, welches durch die chronische Sinusitis verursacht wurde. Der Schlaf ist nun deutlich erholsamer.


Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung selbst. Nicht für jeden Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d.h. evidenzbasierten Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen.